Grosshofbrücke Süd Kriens
Grosshofbrücke Süd KriensProjektwettbewerb, Ankauf | 2017
Architektur: Daniele Marques & Rainer Schlumpf
Mitarbeit: François Chammartin, dipl. Arch. FH
Die neue Einhausung des Portals Süd Kriens soll nicht mehr als unmassstäbliches grosses Gebäude und als Barriere im angrenzenden Siedlungsraum wahrgenommen werden. Unser Vorschlag sieht vor, ein elegantes und offenes Brückenbauwerk mit der Einhausung und einer Hängebrückenkonstruktion zu bauen, auf welchem ein neuer, zentraler und verbindender grüner Parkraum angelegt ist.
Die projektierte Brücke weist grosszügige offene Bögen auf, welche ein einladendes Tor zur Nachbarstadt Kriens darstellen. Die Brücke bezieht sich in ihrer Sprache und ihrem Massstab auf Ingenieurbauwerke und konkurrenziert dabei nicht die Massstäblichkeit der architektonischen Bauten der Umgebung.
Das neue Brückenbauwerk beinhaltet Übergänge zum Tunnel, Brückenköpfe, Überquerungen der Luzernerstrasse und Esplanade, die Einhausung sowie die Verbindungen zum Radwegnetz. Die formale und räumliche Gestaltung der Anlage ist in diesem Projekt gesamtheitlich angegangen worden. Es ist eine Gesamtfigur entstanden, welche funktional, ökonomisch, konstruktiv und städtebaulich architektonisch hohe Ansprüche erfüllt. Die Hängekonstruktion im grossmassstäblichen Brückenbauwerk wirkt mit den verglasten Öffnungen transparent und lichtdurchlässig und erzeugt ein offen wirkendes Portal nach Kriens oder Luzern. Die verglasten Öffnungen der Einhausung schaffen eine angenehme Atmosphäre und lichtmässig sanfte Übergänge vom Tunnel zum offenen Bereich der Strasse für den Automobilisten.
Die einheitliche Materialisierung der Anlage in Sichtbeton mit Brettstruktur erzeugt eine starke Grossform, welche differenziert die Ansprüche der verschiedenen Bauabschnitte lösen kann.